Das Laichingen einiges an Kultur zu bieten hat ist allgemein bekannt. Jedoch weniger bekannt ist das die Wurzeln und die Besiedelung des Gebietes rund um Laichingen schon sehr weit zurück reichen. So habe ich selber als junger Mensch eine abenteurliche Begegnung mit dieser Geschichte in den 80er Jahren in Laichingen gehabt.
Mein damaliger Schulweg zur Radschule führte entlang der Bahnhofstraße auch an der Stadtverwaltung vorbei. Als ich mal wieder unterwegs zur Schule war, fiel mir ein Mann auf, der in einem Loch stand das sich genau an der Stelle des Zebrastreifens befand. Am Anfang dachte man natürlich an Strassenarbeiten oder ähnliches. Als ich dann direkt an dem Loch vorbei gelaufen bin und runter geschaut habe wollte ich meinen Augen erst nicht trauen.... da lag ein menschliches Skelett. Ein Archäologe machte sich mit Pinsel bewaffnet an ihm zu schaffen.
Als Kind ist man natürlich geplättet von solchen Eindrücken. Ich ging später am Tag nochmals nach Hause und holte eine Fotokamera weil ich dieses Ereignis unbedingt fotografieren wollte.
Das Grab aus der allemanischen Zeit enthielt die Überreste einer Frau. Grabbeigaben wurden keine gefunden, so das es auf Anhieb nicht möglich war eine exakte Datierung vorzunehmen, Die "Schwäbische Zeitung" berichtete damals in einem Zeitungsartikel über die Grabungen in Laichingen. Das Grab wurde auf die Zeit um 700 nach Christus geschätzt. In der Nähe des Skelettes der Frau wurde auch ein Pferdeskelett freigelegt.
Anhand dieser Funde aus grauer Vorzeit kann man natürlich erahnen wie lange das Gebiet in und um Laichingen schon besiedelt ist. Weitere Relikte aus viel länger zurückliegenden Epochen gibts ja in unserer Nähe auch noch.











