In vielen Städten und Dörfern auf der schwäbische Alb, wie auch in ganz Deutschland, findet man Ehrenmale und Kriegsdenkmäler für die Gefallenen der beiden Weltkriege.
Der erste und zweite Weltkrieg forderten in vielen Gemeinden eine Unzahl von Toten die Ihr Leben in sinnlosen Kämpfen verloren. Heute mahnen die Denkmäler vor allem die Jugend. Niemand kann sich heute mehr vorstellen was es damals bedeutet hat in einer Zeit aufzuwachsen in der Krieg herrschte. Viele Namen die auf den Gedenktafeln stehen sind auch heute noch in den Gemeinden vertreten.
Die Denkmäler gehören heute zum Stadtbild und sind ein Stück Geschichte das niemals vergessen werden darf. Aus diesem Grunde wollen wir diese, auch kulturell wichtigen Denkmäler hier vorstellen.
Machtolsheim
Die drei obeliskartigen Gedenksteine stehen in der Ortsmitte von Machtolsheim neben der Volksbank. Der mittlere und gleichzeitig auch größte Obelisk trägt auf allen vier Seiten Inschriften. Die beiden Obelisken links und rechts sind nur an der Front beschriftet.
Der mittlere Obelisk trägt eine schwarze Metallplatte auf der die Namen der im ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten stehen. Nicht nur das Todesdatum wurde eingeschrieben sondern oft auch wo die Kämpfe statt fanden bei denen die Soldaten den Tod gefunden haben. Die Inschriften auf der schwarze Metallplatte werden von oben durch ein Balkenkreuz und von unten durch einen Stahlhelm mit Messer eingefasst.
Die Inschriften auf dem Stein lauten:
Rückseite: "Den kommenden Geschlechtern zum Vorbild"
linke Seite: "Den Gefallenen zum Gedächtnis"
rechte Seite: "Den Lebenden zur Erinnerung"
Vorderseite: "Zum ehrenden Gedenken unserer im Weltkrieg gefallenen und vermissten Söhne und Brüder"
Laichingen
Das Laichinger Kriegerdenkmal steht mitten auf dem Marktplatz im Ortskern. Es besteht aus quadratischen Steinen auf dessen Spitze ein bewaffneter Reiter mit Pferd steht. Das Denkmal wird ringsherum von niedrigen Hecken eingefasst und ist umgeben von den mächtigen, alten Bäumen des Marktplatzes. Auf der Vorderseite des Denkmals springt einem sofort die Inschrift "Laichingen seinen Gefallenen" ins Auge.
Das Denkmal ist für die Opfer, Vermissten und Heimatvertriebenen der beiden Weltkriege. Der unterste Quader trägt an jeder Seite Inschriften. Die meisten der Inschriften sind noch gut zu erkennen aber auch hier nagt langsam der Zahn der Zeit an dem Denkmal. Die Inschrift der Heimatvertriebenen ist fast nicht mehr zu erkennen.
Linke Seite:
1914 - 1918
139 Gefallene und Vermisste
Rechte Seite:
1939 - 1945
211 Gefallene und Vermisste
Unbesiegt und Unbezwungen haben Tapfer Sie gerungen mit der Feinde Übermacht.
Opferfreudig Hingegeben für die Heimat Lieb und Leben in so mancher blut´ger Schlacht.
Aufwärts Vorwärts lasst uns schauen was zertrümmert neu aufbauen eines Sinns mit Herz und Hand.
So nur kann es uns gelingen wiederum empor zu bringen unser deutsches Vaterland.

Rückseite:
Den Toten und Vermissten
der Heimatvertriebenen.
Vor den Kriegsdenkmälern wird übrigens am Volkstrauertag ( zwei Sonntage vor dem Ersten Advent ) den Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen gedacht. In Laichingen und Umgebung werden an diesem Tag Kränze vor den Denkmälern niedergelegt.
Suppingen
Das Suppinger Kriegsdenkmal liegt etwas außerhalb. Die sehr schön gestaltete Anlage liegt im Naturschutzgebiet und kann über einen Feldweg bequem erreicht werden. Durch ein Tor, an dessen Seiten jeweils eine Tafel mit den Namen der Gefallenen der beiden Weltkriege steht, betritt man das weitläufige Areal.
Die Inschrift der linken Tafel lautet:
"Geblieben in weiter Ferne, unvergessen in unseren Herzen.
Sie opferten ihr Bestes. Unsere Verpflichtung - Frieden."
Darunter stehen die Namen der Gefallenen des ersten Weltkrieges 1914 - 1918.
In der Mitte der Anlage ragt ein großes Steindenkmal empor, welches durch vier kleine Bäume an jeder Ecke eingerahmt ist.
Auf der Vorderseite des Denkmals ist eine Platte angebracht auf der folgende Inschift steht:
Was wolln Sie als dass wir
begrüben den bewaffneten
Den Opfern der Kriege
1914 - 1918 und 1939 - 1945
Die Gemeinde Suppingen
Auf der Spitze des Denkmals stand ursprünglich ein sehr altes Steinkreuz das man im Jahre 1920 auf das Kriegerdenkmal gesetzt wo es sieben Jahre später durch Blitzschlag zerstört wurde. Siehe unser Artikel über Steinkreuze -> Unser Laichingen - "Steinkreuze"
Heute thront ebenfalls ein Steinkreuz auf dem Denkmal das aus vielen einzelnen Steinen besteht.
Im direkten Umfeld des Denkmals stehen zwei Holzbänke auf denen man sich hinsetzen kann wenn mam einen kleine Verschnaufpause benötigt.
Das Kriegsdenkmal in Suppingen findet sich in stilisierter Form auch im Wappen von Suppingen wieder.
Über weiter Kriegsdenkmäler in der Umgebung berichtet wir bald....
Weiter Bilder der Denkmäler finden Sie in unserer Bildergalerie --> Hier klicken !
Eine genaue Ortsangabe der Denkmäler finden sie in Form einer Google-Earth Marke hier zum download:
Google Earth Ortsmarke - Kriegsdenkmal Machtolsheim
Google Earth Ortsmarke - Kriegsdenkmal Laichingen
Google Earth Ortsmarke - Kriegsdenkmal Suppingen
Anmerkung: Die Google-Earth Marke funktioniert nur in Verbindung zu einer bereits installierten "Google Earth" Applikation. Google Earth bekommen sie kostenlos unter diesem Link --> Google Earth Download


















